
Igel sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht: Sie fressen Schnecken und halten Schädlinge auf natürliche Weise in Schach. Aber ihre Bestände sind massiv geschrumpft – vor allem durch den Einsatz von Pestiziden, den Verlust naturnaher Lebensräume und zunehmend durch Mähroboter. Sie werden mit ihren scharfen Messern immer mehr zur tödlichen Gefahr für die vorwiegend nachtaktiven Tiere, denen der Fluchtreflex fehlt. Viele Städte und Gemeinden haben sich daher entschlossen, den Einsatz von Mährobotern per Satzung zu regeln. Dabei sind sie nicht allein: Verbände, der Deutsche Städtetag, die Landesumweltminister sowie eine Petition mit über 160.000 Unterzeichner*innen fordern vom Bund einen besseren Igelschutz. Doch aktuell gibt es keine konkreten Pläne der Bundesregierung für eine deutschlandweite Regelung, so die Antwort auf eine schriftliche Frage von mir. Unser Antrag greift das auf.
Grundsätzlich kann jeder Mähroboter nutzen – aber man sollte sie tagsüber arbeiten und nachts die Akkus aufladen lassen. Dafür braucht es einen bundeseinheitlichen Rahmen statt eines kommunalen Flickenteppichs. Herstellerseitig sind technische Lösungen gefragt. Sie sollen als nächsten Schritt den Betrieb auf Tageshelligkeit programmieren. Noch besser sind Systeme mit zuverlässiger Igelerkennung, die durch einen verbindlichen „Igel-TÜV“ zertifiziert werden könnten. Einige Hersteller arbeiten bereits erfolgreich an der Entwicklung igelsicherer Geräte. Und nicht zuletzt brauchen auch ehrenamtliche Igel-Auffangstationen und andere Tierschutzeinrichtungen, die bereits jetzt an ihrer Belastungsgrenze arbeiten, mehr Unterstützung.
Hier geht's zu unserem Antrag: https://dserver.bundestag.de/btd/21/060/2106011.pdf
Zu unserem Antrag berichten auch die Medien: https://www.morgenpost.de/politik/article412040301/toedliche-gefahr-wie-die-gruenen-igel-vor-maehrobotern-retten-wollen.html