Bienen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ökosysteme. Ein Drittel der globalen Nahrungsproduktion und viele Wildpflanzen hängen von der Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Insekten ab. Geht es der Biene schlecht, ist es auch nicht gut um andere Tiere und die Umwelt bestellt, sie sind ein Indikator für den Zustand der Umwelt. Inzwischen machen die Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft dem drittwichtigsten Nutztier der Menschheit schwer zu schaffen: Blütenarme, intensivierte Monokulturen, ausgeräumte Feldfluren und immer weniger Wiesen in unserer Landschaft führen gerade im Hochsommer für sie zu Nahrungsmangel.

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25.05.2018

Bayer-Hauptversammlung: Monsanto-Übernahme in der Kritik

Harald Ebner kritisierte als Redner auf der Bayer-Hauptversammlung in Bonn die bevorstehende Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto: "Monsanto ist dermaßen in der Kritik und in rechtlichen Probleme verstrickt, haben Sie mögliche Gerichtskosten mit einbezogen in Ihren Deal?", fragte er den Bayer-Vorstand. "Insektensterben, Nitrat im Grundwasser, Monokultur statt Vielfalt – all das macht eindrücklich klar: wir brauchen eine Agrarwende! Die Bayer-Monsanto-Fusion bewirkt genau das Gegenteil."

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Kategorien:Agrogentechnik Bienen Glyphosat Pestizide TTIP & Freihandel
16.05.2018

Wenn Angela Merkel die Bienen entdeckt

Pünktlich zum ersten UN-Weltbienentag am 20. Mai 2018 hat auch die deutsche Kanzlerin die Bedeutung der Bienen erkannt und im Bundestag gleich einen Vorschlag dazu gemacht: „Wir alle sollten wir an diesem Tag an die Artenvielfalt denken und etwas Gutes für die Bienen tun“. Wenn Angela Merkel den Bienenschutz allerdings glaubhaft zur Chefsache machen will, muss ihre Regierung viel mehr tun als einmal im Jahr an die Artenvielfalt denken. 

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Kategorien:Bienen Pestizide
13.04.2018

Verbot für bienengiftige Neonikotinoide wird höchste Zeit

Die angekündigte Zustimmung der Bundesregierung zum von der EU geplanten Freilandverbot für Neonikotinoid-Insektengifte ist zu begrüßen und war auch höchste Zeit. Das lässt hoffen, dass Frau Klöckner den dramatischen Zustand, in welchem sich unsere Äcker und die Biodiversität insgesamt befinden, endlich ernster nimmt. Das Verbot von drei Insektiziden kann aber nur ein erster Schritt dabei sein, auf den Äckern weniger Gift einzusetzen. Wer Bienen, Mensch und unsere Landwirtschaft schützen will, der muss nun auch dafür sorgen, dass alle anderen Neonikotinoidwirkstoffe aus der Landwirtschaft verschwinden und muss den Glyphosat-Ausstieg zügig auf den Weg bringen

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Kategorien:Bienen Pestizide
29.03.2018

Insektenschutz-Kooperation mit Frankreich: Macht Klöckner mit?

Umweltministerin Svenja Schulze hat angekündigt, bei Insektenschutz und dem Ausstieg aus Glyphosat und Neonikotinoiden eng mit Frankreich zusammenzuarbeiten. Das klingt gut. Wir schlagen schon lange vor, in Sachen Insektenschutz, Ausstieg aus Glyphosat und Neonikotinoiden und Pestizidreduktion eng mit Frankreich zusammenzuarbeiten. Die Frage ist nur, wie realistisch das alles ist. Denn federführend zuständig ist leider nicht die Umweltministerin, sondern ihre Agrarkollegin Julia Klöckner. Für die steht der Glyphosat-Ausstieg aber „nicht zur Diskussion“. Und auch beim dringenden Verbot der bienengiftigen Neonikotinoide muss Klöckner erst noch beweisen, dass sie endlich den Kurs ihres Vorgängers Schmidt verlässt, der beim Bienenschutz immer viel versprochen, aber kaum etwas gehalten hat.

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Kategorien:Bienen Pestizide
13.12.2017

Schmidts Glyphosat-Egotrip war lange geplant

Nachdem Christian Schmidt mit seinem Brüsseler Egotrip das greifbare europäische Glyphosat-Aus gekippt hat, geht es jetzt um Schadensbegrenzung. Wir brauchen konkrete und schnell umsetzbare Maßnahmen für einen zügigen Glyphosat-Ausstieg. Schmidts Glyphosat-Egotrip war weder spontan noch eine einsame Tat, der Coup war von langer Hand von seinem Haus geplant. Das hat mir das Agrarministerium jetzt schriftlich bestätigt. Ein Ministerium, das monatelang den bewussten und gezielten Regelverstoß vorbereitet, um die Interessen der Agrarchemie gegen alle Widerstände durchzuboxen, kann nicht länger für die Zulassung von Pestiziden zuständig sein. Auch der Verbraucherschutz ist in so einem Industrielobby-Haus schlecht aufgehoben. Für ein eigenständiges Agrarministerium bleibt dann nicht mehr viel übrig. Der Minister muss gehen, aber er hat mit dem Handeln seines Hauses auch dessen Existenzberechtigung in Frage gestellt.

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Kategorien:Glyphosat Bienen
08.08.2017

Glyphosat: Bundesregierung ignoriert ärztlichen Rat

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg warnt vor Glyphosat und fordert die Bundesregierung auf, der Neuzulassung des Ackergifts nicht zuzustimmen. Damit thematisiert sie die Gesundheitsgefahren des Ackergitftes erneut. Umweltministerin Hendricks indes schwankt in ihrer Entscheidung.

Landesärztekammer Baden-Württemberg warnt vor Glyphosat

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30.07.2017

Schmidt und Hauk bleiben beim Insektensterben tatenlos

Das Ausmaß des Insektensterbens ist alarmierend. Das bestätigen jetzt erneut die Antworten der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zu Ausmaß und Ursachen des Insektensterbens. An mehreren Standorten sind Rückgänge bei der Insektenbiomasse von 80 Prozent innerhalb von 35 Jahren zu verzeichnen, bei einzelnen Insektengruppen sogar bis zu 96 Prozent. Auch Insektenforscher aus Baden-Württemberg bestätigen diese dramatischen Trends. Trotz dieser Erkenntnisse der Bundesregierung bleiben die Minister Christian Schmidt und Peter Hauk untätig.

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20.06.2017

Agrarreport: Agrarwende jetzt einleiten

Das Bundesamt für Naturschutz hat seinen Agrarreport vorgestellt. Um die biologische Vielfalt ist es demnach schlecht bestellt in unseren Agrarlandschaften. Vögel, Bienen und andere Insekten, aber auch die meisten Ackerwildkräuter können dort kaum noch überleben, ihre Bestände gehen dramatisch zurück. Ursache sind unter anderem Pestizideinsatz und Monokulturen. Die Agrarwirtschaft sägt an dem Ast, auf dem sie selber sitzt, wenn sie ihre eigenen Produktionsgrundlagen weiter derart kurzsichtig zerstört.

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26.04.2017

Bienenaktionsplan: Schmidt muss Bienengifte verbieten

Die Situation von Bienen und vielen anderen Insekten ist dramatisch. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Aurelia-Stiftung fordern deshalb einen nationalen Bienenaktionsplan und haben Eckpunkte dafür vorgestellt. Ohne klaren Kurswechsel in der Landwirtschaft droht ein Stummer Frühling – mit katastrophalen Folgen auch für Landwirte, die auf Bestäuber und andere Nützlinge angewiesen sind. Möchtegern-Bienenminister Schmidt muss jetzt jenseits von PR-Aktionen wie Bienchen-Apps und Wohlfühl-Bienenkonferenzen endlich handeln.

BUND: Umweltschützer und Imker fordern nationalen Bienenaktionsplan

Nationaler Bienenaktionsplan

 

 

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Kategorien:Bienen Pestizide
03.04.2017

Bienengifte: Schmidt und EU-Kommission müssen endlich handeln

Unsere Bienen sind in großer Gefahr. Ihre und die Populationen anderer bestäubender Insekten gehen weltweit dramatisch zurück, so warnen Forscher. Mehr als die Hälfte der rund 560 Bienenarten in Deutschland sind bedroht, extrem selten oder bereits verschwunden. Angesichts dessen ist es ein Meilenstein für den Bienenschutz, wenn die EU-Kommission nun tatsächlich ein vollständiges Verbot der für Insekten schädlichen Neonikotinoide vorschlägt. Agrarminister Schmidt muss jetzt zusammen mit Frankreich ein solch umfassendes Verbot auf EU-Ebene unterstützen und durchsetzen.

Morgenpost online: Wenn das Sterben der Bienen zum Millionengeschäft wird

Fachgespräch der Grünen im Bundestag "Stummer Frühling ante portas - was tun gegen das dramatische Insektensterben?"

Euractiv: Leak: EU will Pestizide zum Schutz von Bienen verbieten

The Guardian: Europe poised for total ban on bee-harming pesticides

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