Etwa 30 Mio. Kilogramm Pestizide, sogenannte Pflanzenschutzmit­tel, werden jährlich in Deutschland eingesetzt. Über Rückstände in Lebensmitteln oder Gewässern landen diese Gifte letztlich auch auf unseren Tellern. Sie treffen nicht nur Unkraut und Schädlinge, sondern gefährden die gesamte Umwelt. Da die offiziellen Studien zur Risikobe­wertung v. a. von den Pestizidherstellern durchgeführt werden, sind die tatsächlichen Gefahren für Mensch und Umwelt kaum absehbar.

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18.09.2017

Behördenplagiat: Glyphosat-Entscheidung jetzt abblasen

Die zuständigen Behörden BfR und EFSA haben ihre Bewertungen unabhängiger Studien über Glyphosat offenbar in wesentlichen Teilen wortwörtlich von Monsanto abgeschrieben. Eine Glyphosat-Neuzulassung kann es auf Basis dieser Plagiats-Risikobewertung jetzt nicht mehr geben. Wir fordern die EU-Kommission auf, die Glyphosat-Bewertung komplett neu aufzurollen und das zuständige Personal auszutauschen.

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Kategorien:Glyphosat Parlamentarische Anfragen Pestizide
14.08.2017

6-Punkte-Plan für sauberes Trinkwasser

Wasserversorgungsunternehmen und das Umweltbundesamt warnen schon länger vor der Verunreinigung des Grundwassers mit Nitrat und anderen Schadstoffen – dadurch könnte Trinkwasser um bis zu 62 Prozent teurer werden. Damit Wasser in Deutschland sauber und bezahlbar für alle bleibt, hat die Grüne Bundestagsfraktion einen 6-Punkte-Plan veröffentlicht.

Link 6-Punkte-Plan

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31.07.2017

Glyphosat: Ausstiegschance nutzen statt Laufzeitverlängerung!

Die Zukunft von Glyphosat Europa ist ungewiss, nachdem die EU-Kommission angekündigt hat, die Neuzulassung des globalen Ackergifts Nummer eins in Europa nicht ohne qualifiziertes Votum der Mitgliedsstaaten zu verlängern. Das nämlich kommt kaum je zustande. Frankreichs neuer Öko-Minister Hulot hat ein entschlossenes Nein seines Landes zu Glyphosat angekündigt.

Deutschland hat dagegen jetzt in Brüssel Insidern zufolge offenbar schon Zustimmung zum Kommissionsvorschlag signalisiert. Und das, obwohl sich Umweltministerin Hendricks in der Öffentlichkeit und wohl mit Blick auf die Bundestagswahl als große Glyphosat-Widerständlerin inszeniert. Im Kleingedruckten ist dann zu lesen, dass sie die Neuzulassung "auf dieser Grundlage" ablehnt. Das klingt ziemlich flexibel. Es ist durchaus denkbar, dass die noch amtierende alte Bundesregierung im Oktober im allgemeinen Koalitionsfindungstrubel klammheimlich schnell noch die Glyphosat-Laufzeitverlängerung in Brüssel durchwinkt.

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30.07.2017

Schmidt und Hauk bleiben beim Insektensterben tatenlos

Das Ausmaß des Insektensterbens ist alarmierend. Das bestätigen jetzt erneut die Antworten der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zu Ausmaß und Ursachen des Insektensterbens. An mehreren Standorten sind Rückgänge bei der Insektenbiomasse von 80 Prozent innerhalb von 35 Jahren zu verzeichnen, bei einzelnen Insektengruppen sogar bis zu 96 Prozent. Auch Insektenforscher aus Baden-Württemberg bestätigen diese dramatischen Trends. Trotz dieser Erkenntnisse der Bundesregierung bleiben die Minister Christian Schmidt und Peter Hauk untätig.

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16.07.2017

Bundesregierung muss Bayer-Gift-Gensoja stoppen

Die EU-Staaten stimmen morgen in Brüssel über die EU-Zulassung von gentechnisch veränderten, mehrfach herbizidresistenten Sojalinien unter anderem der Firma Bayer als Lebens- und Futtermittel ab. Dabei muss die Bundesregierung entschieden Nein sagen zur neuen Gift-Gensoja. Die Bayer-Bohne ist gleich gegen mehrere gesundheitsschädliche Herbizide resistent und enthält entsprechend hohe Rückstände davon, die in unsere Nahrungskette gelangen würden. Das wurde bei der Risikobewertung komplett ignoriert. Wenn die Große Koalition sich wegen Uneinigkeit jetzt bei der Abstimmung in Brüssel der Stimme enthält, kommt das einer Zustimmung gleich und wird der Zulassung den Weg ebnen.

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11.07.2017

Glyphosat: Zehn Jahre sind zehn zu viel

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Glyphosat für 10 Jahre in der EU neu zuzulassen. Die Bundesregierung und die anderen EU-Staaten dürfen diesem Vorschlag auf keinen Fall zustimmen. Da die Kommission nicht alleine an der Glyphosat-Entscheidung „schuld“ sein will, setzt sie auf breite Zustimmung. Die Staaten können also noch viel erreichen. In Deutschland muss jetzt Umweltministerin Hendricks zu ihren vollmundigen Ankündigungen stehen und darf sich nicht gegen ein paar vage Auflagen für die Artenvielfalt umfallen. Sie muss im Kabinett für die Ablehnung kämpfen, nachdem Kanzlerin Merkel und Agrarminister Schmidt sich schon eindeutig zu Glyphosat bekannt haben. Doch die Entscheidung in Brüssel dürfte ohnehin erst nach der Wahl fallen. Im September wird also auch über Glyphosat abgestimmt.

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Kategorien:Glyphosat Pestizide
28.06.2017

Ackergifte im Mineralwasser sind Alarmzeichen

Stiftung Warentest hat jetzt Mineralwasser unter anderem auf Pestizidrückstände untersucht. Die Ergebnisse sind besorgniserregend. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten schließlich gerade von Mineralwasser zu Recht gesunde und saubere Qualität. Pestizid-Rückstände sind das genaue Gegenteil davon und zerstören das Vertrauen in dieses Produkt. Die Große Koalition bleibt komplett untätig, wie sie in der Debatte zur Pestizidreduktion im Bundestag erneut bewiesen hat.

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20.06.2017

Agrarreport: Agrarwende jetzt einleiten

Das Bundesamt für Naturschutz hat seinen Agrarreport vorgestellt. Um die biologische Vielfalt ist es demnach schlecht bestellt in unseren Agrarlandschaften. Vögel, Bienen und andere Insekten, aber auch die meisten Ackerwildkräuter können dort kaum noch überleben, ihre Bestände gehen dramatisch zurück. Ursache sind unter anderem Pestizideinsatz und Monokulturen. Die Agrarwirtschaft sägt an dem Ast, auf dem sie selber sitzt, wenn sie ihre eigenen Produktionsgrundlagen weiter derart kurzsichtig zerstört.

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29.05.2017

Nein zum untauglichen EU-Vorschlag für Hormongifte

Hormongifte (endokrine Disruptoren) sind laut Weltgesundheitsorganisation eine „globale Bedrohung“ für Gesundheit und Umwelt. Am Dienstag, 30. Mai 2017, sollen in Brüssel Kriterien zur Identifizierung dieser Stoffe (sehr wahrscheinlich) beschlossen werden, die aber in der Praxis keine echte Schutzverbesserung bringen. Die Große Koalition will trotzdem zustimmen, obwohl selbst Umweltministerin Barbara Hendricks noch vor sechs Monaten den effektiven Schutz für Mensch und Umwelt gefordert hatte. Drei Grüne Bundestagsabgeordnete fordern die SPD-Politikerin jetzt in einem Offenen Brief auf, Wort zu halten und Nein zu sagen.

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26.04.2017

Bienenaktionsplan: Schmidt muss Bienengifte verbieten

Die Situation von Bienen und vielen anderen Insekten ist dramatisch. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Aurelia-Stiftung fordern deshalb einen nationalen Bienenaktionsplan und haben Eckpunkte dafür vorgestellt. Ohne klaren Kurswechsel in der Landwirtschaft droht ein Stummer Frühling – mit katastrophalen Folgen auch für Landwirte, die auf Bestäuber und andere Nützlinge angewiesen sind. Möchtegern-Bienenminister Schmidt muss jetzt jenseits von PR-Aktionen wie Bienchen-Apps und Wohlfühl-Bienenkonferenzen endlich handeln.

BUND: Umweltschützer und Imker fordern nationalen Bienenaktionsplan

Nationaler Bienenaktionsplan

 

 

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Kategorien:Bienen Pestizide
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