Seit einiger Zeit versuchen die Agrar- und Saatgutkonzerne, Politik und VerbraucherInnen neue Gentechnik-Verfahren wie Crispr/Cas als heilsbringend und als angeblich "eigentlich gar keine Gentechnik" darzustellen. Wir Grünen haben uns in den vergangenen Jahren bereits intensiv mit diesen neuen Varianten der Gentechnik auseinandergesetzt, auf verschiedenen Ebenen darüber debattiert und Entschließungen dazu gefasst, was die Mindestanforderungen dafür sind.

Wir Grüne beschäftigen uns übrigens schon sehr lange intensiv, manchmal kontrovers und stets differenziert mit dem Thema Gentechnik. Der immer wieder erhobene Vorwurf, wir seien "wissenschaftsfeindlich" und würden Gentechnik pauschal und undifferenziert ablehnen, ist nachweislich falsch, wie dieser Fraktionsbeschluss "Eckpunkte für eine Gentechnikpolitik" aus dem Jahr 2001 zeigt.

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11.08.2017

Fipronil in der Landwirtschaft verbieten

Der neueste Skandal um giftige Eier zeigt: Das aktuelle System der Lebensmittelsicherheit und -überwachung muss auf den Prüfstand. Bundesminister Schmidt hat sich als Manager einer solchen Krise nicht bewährt Wir brauchen einen streng regulierten Umgang mit dem Breitband-Insektizid Fipronil. Es birgt gesundheitliche Risiken insbesondere bei Kindern und wirkt auch wie die berüchtigten Neonikotinoide schon in sehr geringen Mengen schädlich auf Bestäuber und andere Insekten. Daher ist ein umfassendes Verbot dieses Insektizids in der Landwirtschaft erforderlich.

Aktionsplan Fipronil Bündnis 90/ DIE GRÜNEN

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08.08.2017

Glyphosat: Bundesregierung ignoriert ärztlichen Rat

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg warnt vor Glyphosat und fordert die Bundesregierung auf, der Neuzulassung des Ackergifts nicht zuzustimmen. Damit thematisiert sie die Gesundheitsgefahren des Ackergitftes erneut. Umweltministerin Hendricks indes schwankt in ihrer Entscheidung.

Landesärztekammer Baden-Württemberg warnt vor Glyphosat

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07.08.2017

Wahlkreisradtour der Grünen

Vom 27. bis 28. Juli fand unsere diesjährige Wahlkreisradtour statt. Mitglieder aus den Grünen Kreisverbänden Schwäbisch Hall und Hohenlohe trotzten dem stellenweise unwirtlichen Wetter und radelten von Blaufelden nach Forchtenberg mit Übernachtung im Kloster Schöntal. Auch in diesem Jahr war die Radtour eine gelungene Möglichkeit, den eigenen Wahlkreis in seiner Vielfalt und mit seinen Menschen besser kennenzulernen. Die Rieger Hofmann GmbH für regionale Wildblumenvermehrung, der jüdische Friedhof in Hohebach sowie das Naturschutzgebiet Vogelhalde Sindringen-Ohrnberg waren nur einige der interessanten Stationen dabei.

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31.07.2017

Glyphosat: Ausstiegschance nutzen statt Laufzeitverlängerung!

Die Zukunft von Glyphosat Europa ist ungewiss, nachdem die EU-Kommission angekündigt hat, die Neuzulassung des globalen Ackergifts Nummer eins in Europa nicht ohne qualifiziertes Votum der Mitgliedsstaaten zu verlängern. Das nämlich kommt kaum je zustande. Frankreichs neuer Öko-Minister Hulot hat ein entschlossenes Nein seines Landes zu Glyphosat angekündigt.

Deutschland hat dagegen jetzt in Brüssel Insidern zufolge offenbar schon Zustimmung zum Kommissionsvorschlag signalisiert. Und das, obwohl sich Umweltministerin Hendricks in der Öffentlichkeit und wohl mit Blick auf die Bundestagswahl als große Glyphosat-Widerständlerin inszeniert. Im Kleingedruckten ist dann zu lesen, dass sie die Neuzulassung "auf dieser Grundlage" ablehnt. Das klingt ziemlich flexibel. Es ist durchaus denkbar, dass die noch amtierende alte Bundesregierung im Oktober im allgemeinen Koalitionsfindungstrubel klammheimlich schnell noch die Glyphosat-Laufzeitverlängerung in Brüssel durchwinkt.

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30.07.2017

Schmidt und Hauk bleiben beim Insektensterben tatenlos

Das Ausmaß des Insektensterbens ist alarmierend. Das bestätigen jetzt erneut die Antworten der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zu Ausmaß und Ursachen des Insektensterbens. An mehreren Standorten sind Rückgänge bei der Insektenbiomasse von 80 Prozent innerhalb von 35 Jahren zu verzeichnen, bei einzelnen Insektengruppen sogar bis zu 96 Prozent. Auch Insektenforscher aus Baden-Württemberg bestätigen diese dramatischen Trends. Trotz dieser Erkenntnisse der Bundesregierung bleiben die Minister Christian Schmidt und Peter Hauk untätig.

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25.07.2017

Professor Olaf Eisen: Co2-Werte so hoch wie nie

Professor Olaf Eisen, Gutachter für den Weltklimarat und seit fünfzehn Jahren in der Eisforschung aktiv, kam nach Schwäbisch Hall, um der Öffentlichkeit die Auswirkungen der Klimakrise darzustellen. Der Professor für Glaziologie an der Universität Bremen erklärte, was drohen würde, sollte das Ruder nicht mehr herumgerissen werden. Der Klimawandel sei zwar nicht mehr zu verhindern, durch geeignete Maßnahmen jedoch aufzuhalten. Selbst für ein realistisches 2-Grad-Ziel müsse man sich jedoch ranhalten.

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16.07.2017

Bundesregierung muss Bayer-Gift-Gensoja stoppen

Die EU-Staaten stimmen morgen in Brüssel über die EU-Zulassung von gentechnisch veränderten, mehrfach herbizidresistenten Sojalinien unter anderem der Firma Bayer als Lebens- und Futtermittel ab. Dabei muss die Bundesregierung entschieden Nein sagen zur neuen Gift-Gensoja. Die Bayer-Bohne ist gleich gegen mehrere gesundheitsschädliche Herbizide resistent und enthält entsprechend hohe Rückstände davon, die in unsere Nahrungskette gelangen würden. Das wurde bei der Risikobewertung komplett ignoriert. Wenn die Große Koalition sich wegen Uneinigkeit jetzt bei der Abstimmung in Brüssel der Stimme enthält, kommt das einer Zustimmung gleich und wird der Zulassung den Weg ebnen.

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14.07.2017

Sommerfest im Zeichen der Nachhaltigkeit

Das jährliche Sommerfest unseres Grünen Kreisverbandes Schwäbisch Hall lockte dieses Jahr die Gäste an einen besonderen Ort. Im Biergarten der Gemeinschaft Schloss Tempelhof sprach der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn über umweltfreundliche Mobilitätskonzepte und darüber, dass die Grünen als einzige Partei den Kampf gegen die Klimakrise allem voranstellen. Auf dem Tempelhof selbst werden Umwelt- und Klimaschutz täglich gelebt.

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11.07.2017

Glyphosat: Zehn Jahre sind zehn zu viel

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Glyphosat für 10 Jahre in der EU neu zuzulassen. Die Bundesregierung und die anderen EU-Staaten dürfen diesem Vorschlag auf keinen Fall zustimmen. Da die Kommission nicht alleine an der Glyphosat-Entscheidung „schuld“ sein will, setzt sie auf breite Zustimmung. Die Staaten können also noch viel erreichen. In Deutschland muss jetzt Umweltministerin Hendricks zu ihren vollmundigen Ankündigungen stehen und darf sich nicht gegen ein paar vage Auflagen für die Artenvielfalt umfallen. Sie muss im Kabinett für die Ablehnung kämpfen, nachdem Kanzlerin Merkel und Agrarminister Schmidt sich schon eindeutig zu Glyphosat bekannt haben. Doch die Entscheidung in Brüssel dürfte ohnehin erst nach der Wahl fallen. Im September wird also auch über Glyphosat abgestimmt.

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28.06.2017

Ackergifte im Mineralwasser sind Alarmzeichen

Stiftung Warentest hat jetzt Mineralwasser unter anderem auf Pestizidrückstände untersucht. Die Ergebnisse sind besorgniserregend. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten schließlich gerade von Mineralwasser zu Recht gesunde und saubere Qualität. Pestizid-Rückstände sind das genaue Gegenteil davon und zerstören das Vertrauen in dieses Produkt. Die Große Koalition bleibt komplett untätig, wie sie in der Debatte zur Pestizidreduktion im Bundestag erneut bewiesen hat.

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