Etwa 30 Mio. Kilogramm Pestizide, sogenannte Pflanzenschutzmit­tel, werden jährlich in Deutschland eingesetzt. Über Rückstände in Lebensmitteln oder Gewässern landen diese Gifte letztlich auch auf unseren Tellern. Sie treffen nicht nur Unkraut und Schädlinge, sondern gefährden die gesamte Umwelt. Da die offiziellen Studien zur Risikobe­wertung v. a. von den Pestizidherstellern durchgeführt werden, sind die tatsächlichen Gefahren für Mensch und Umwelt kaum absehbar.

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22.10.2018

Wasserversoger-Klage: Pestizid-Geheimniskrämerei beenden

Die Landeswasserversorgung Baden-Württemberg will wissen, welche Pestizide in Wasserschutzgebieten ausgebracht werden und klagt zu Recht auf Freigabe dieser Informationen. Mit der Pestizid-Geheimniskrämerei muss Schluss sein. Ich sehe keinen vernünftigen Grund, den Wasserversorgern diese Informationen vorzuenthalten. Genausowenig wie dem NABU. Wenn Wasserversorger und Naturschützer solche berechtigten Anliegen vortragen, darf man das nicht abbügeln, sondern muss es ernst nehmen und mit ihnen zusammenarbeiten. Pestizide gehören ohnehin nicht in Wasserschutzgebiete und Naturschutzgebiete. Auch generell müssen wir weg vom großflächigen Gifteinsatz als Standard auf den Äckern – nicht nur im Interesse unseres Trinkwassers! Es ist gut, dass es ein baden-württembergisches Pestizidreduktionsprogramm geben wird. Wenn es mit angemessenen Zielen ausgestattet ist und umgesetzt wird, kann Baden-Württemberg hier bundesweit vorangehen.

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14.09.2018

Glyphosat: Wenn Politik nicht handelt, handelt der Handel

Wenn Politik nicht handelt, handelt der Handel. Dass Baumärkte jetzt Glyphosat komplett aus ihren Regalen verbannen, ist eine gute Nachricht. Und nebenbei auch ein Erfolg für Umweltverbände und uns Grüne, denn wir haben die großen Baumarkt-Ketten schon vor drei Jahren in Offenen Briefen darum gebeten, glyphosathaltige Produkte auszulisten.

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05.09.2018

Glyphosat: Bayer hat aufs falsche Pferd gesetzt

Tausende weitere zugelassene Klagen in den USA zeigen: Der Alle-Pflanzen-Vernichter Glyphosat, den Bayer-Chef Baumann für eine 'Jahrhunderterfindung' hält, wird den Konzern noch teuer zu stehen kommen. Mit seiner forschen Behauptung, Glyphosat sei nicht verantwortlich für Krebserkrankung des Hausmeisters, der im ersten Bayer-Glyphosat-Prozess einen Millionen-Schadenersatz zugesprochen bekam, begibt Baumann sich auf dünnes Eis und setzt leichtfertig weiteres Vertrauen in die Traditionsmarke Bayer aufs Spiel. Bayer scheint sich nach der Übernahme ganz den Geschäftsgebaren von Monsanto anzupassen. Wie dreist der ehemalige US-Agrarkonzern und jetzige Bayer-Teil Öffentlichkeit und Behörden getäuscht hat, wurde heute im Glyphosat-Sonderausschuss der Europaparlaments noch ein Stück deutlicher.

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25.05.2018

Bayer-Hauptversammlung: Monsanto-Übernahme in der Kritik

Harald Ebner kritisierte als Redner auf der Bayer-Hauptversammlung in Bonn die bevorstehende Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto: "Monsanto ist dermaßen in der Kritik und in rechtlichen Probleme verstrickt, haben Sie mögliche Gerichtskosten mit einbezogen in Ihren Deal?", fragte er den Bayer-Vorstand. "Insektensterben, Nitrat im Grundwasser, Monokultur statt Vielfalt – all das macht eindrücklich klar: wir brauchen eine Agrarwende! Die Bayer-Monsanto-Fusion bewirkt genau das Gegenteil."

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Kategorien:Agrogentechnik Bienen Glyphosat Pestizide TTIP & Freihandel
16.05.2018

Wenn Angela Merkel die Bienen entdeckt

Pünktlich zum ersten UN-Weltbienentag am 20. Mai 2018 hat auch die deutsche Kanzlerin die Bedeutung der Bienen erkannt und im Bundestag gleich einen Vorschlag dazu gemacht: „Wir alle sollten wir an diesem Tag an die Artenvielfalt denken und etwas Gutes für die Bienen tun“. Wenn Angela Merkel den Bienenschutz allerdings glaubhaft zur Chefsache machen will, muss ihre Regierung viel mehr tun als einmal im Jahr an die Artenvielfalt denken. 

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Kategorien:Bienen Pestizide
13.04.2018

Verbot für bienengiftige Neonikotinoide wird höchste Zeit

Die angekündigte Zustimmung der Bundesregierung zum von der EU geplanten Freilandverbot für Neonikotinoid-Insektengifte ist zu begrüßen und war auch höchste Zeit. Das lässt hoffen, dass Frau Klöckner den dramatischen Zustand, in welchem sich unsere Äcker und die Biodiversität insgesamt befinden, endlich ernster nimmt. Das Verbot von drei Insektiziden kann aber nur ein erster Schritt dabei sein, auf den Äckern weniger Gift einzusetzen. Wer Bienen, Mensch und unsere Landwirtschaft schützen will, der muss nun auch dafür sorgen, dass alle anderen Neonikotinoidwirkstoffe aus der Landwirtschaft verschwinden und muss den Glyphosat-Ausstieg zügig auf den Weg bringen

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Kategorien:Bienen Pestizide
06.04.2018

Im Pestizidzyklus gefangen

Der Verbrauch von Glyphosat ist in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren stark gestiegen. Das zeigt, dass das Pflanzengift nicht nur in Einzelfällen, sondern nahezu flächendeckend verwendet wird. Doch ging die Diskussion auf Einladung der Grünen Bundestagsabgeordneten Manuela Rottmann im voll besetzten Pfarrzentrum von Hammelburg weit über das Thema Glyphosat hinaus. Dubiose Zulassungsverfahren haben einen Pestizidzyklus hervorgebracht, in dem ein Mittel mit gefährlichen Nebenwirkungen erst nach jahrelangem Einsatz verboten und von der Industrie durch ein neues ersetzt wird. Der Handel hat in vielen Bereichen schon reagiert. So bieten immer mehr Discounter glyphosatfreie Milch an. Das Ziel einer „enkeltauglichen“ Landwirtschaft wird auch von vielen Landwirten grundsätzlich begrüßt.

Kategorien:Pestizide Glyphosat
29.03.2018

Insektenschutz-Kooperation mit Frankreich: Macht Klöckner mit?

Umweltministerin Svenja Schulze hat angekündigt, bei Insektenschutz und dem Ausstieg aus Glyphosat und Neonikotinoiden eng mit Frankreich zusammenzuarbeiten. Das klingt gut. Wir schlagen schon lange vor, in Sachen Insektenschutz, Ausstieg aus Glyphosat und Neonikotinoiden und Pestizidreduktion eng mit Frankreich zusammenzuarbeiten. Die Frage ist nur, wie realistisch das alles ist. Denn federführend zuständig ist leider nicht die Umweltministerin, sondern ihre Agrarkollegin Julia Klöckner. Für die steht der Glyphosat-Ausstieg aber „nicht zur Diskussion“. Und auch beim dringenden Verbot der bienengiftigen Neonikotinoide muss Klöckner erst noch beweisen, dass sie endlich den Kurs ihres Vorgängers Schmidt verlässt, der beim Bienenschutz immer viel versprochen, aber kaum etwas gehalten hat.

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Kategorien:Bienen Pestizide
12.10.2017

"Die Akte Glyphosat" im Schloss Kirchberg

Vor rund 50 Gästen gewährte Autor Helmut Burtscher-Schaden erschreckende Einblicke in die Verstrickung zwischen chemischer Industrie, privaten Prüfinstituten und Regierungsbehörden. Er entlarvt in seinem neu erschienenen Buch "Die Akte Glyphosat", wie Pestizidhersteller und Untersuchugslabors gemeinsam die Gefahren und Risiken ihrer Produkte herunterspielen. Die Grüne Bundestagsfraktion erhebt daher die Forderung an die EU-Kommission, die Glyphosat-Bewertung komplett neu aufzurollen.

www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/_die-akte-glyphosat_-im-schloss-15843359.html

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12.10.2017

Gutachten: Plagiatsvorwurf gegen Glyphosat-Bericht des BfR bestätigt

Der Bewertungsbericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und damit die wissenschaftliche Grundlage für die von der EU-Kommission vorgeschlagene Zulassungsverlängerung von Glyphosat für weitere 10 Jahre erfüllt in wesentlichen Teilen die „Kriterien eines Textplagiats“. Zu diesem Ergebnis kommt ein in Berlin auf einer Pressekonferenz vorgestelltes Sachverständigengutachten des Plagiatsprüfers Doz. Dr. Stefan Weber. Er vergleicht hierfür drei ausgewählte Kapitel des BfR-Berichts zu den gesundheitlichen Risiken von Glyphosat mit entsprechenden Passagen aus dem Zulassungsantrag der Glyphosat-Hersteller.

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