Grube gesteht: S21-Kostendeckel ist nicht zu halten

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat jetzt verkündet, das Projekt S21 müsse auch bei einer Überschreitung der Kosten­grenze von 4,5 Milliarden unter finanzieller Beteiligung aller Projektpartner fertiggestellt werden. Mit dieser Aussage bestätigt er endlich, was alle längst ahnen: Der Kosten­deckel kann wohl nicht eingehalten werden.  Ein weiteres handfestes Argument, am Sonntag beim Volks­entscheid für den Ausstieg aus dieser Milliarden-Grube ohne Deckel und Boden zu stimmen.

23.11.11 –

Harald Ebner zur Aussage von Bahn-Chef Rüdiger Grube, das Projekt Stuttgart 21 müsse auch bei einer Überschreitung der Kostengrenze von 4,5 Milliarden unter finanzieller Beteiligung aller Projektpartner fertiggestellt werden:

Ich freue mich, dass Bahn-Chef Grube kurz vor der Volksabstimmung am Sonntag noch einmal für Klarheit sorgt bei der Stuttgart-21-Kostenfrage. Mit seiner Aussage bestätigt er endlich, was alle längst ahnen: Der Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten werden können. Der Tiefbahnhof würde ungebremst und unkontrolliert weitere Millionen und Milliarden verschlingen, allein dem Sachzwang folgend, dass er, einmal ernsthaft begonnen, auch fertiggestellt werden müsste.

Das ist ein weiteres entscheidendes und handfestes Argument, am Sonntag beim Volksentscheid für den Ausstieg aus dieser Milliarden-Grube ohne Deckel und Boden zu stimmen. Zwar ist auch der Ausstieg leider nicht mehr zum Nulltarif zu haben, doch muten die rund 350 Millionen Euro Ausstiegskosten schon fast wie ein Sparpreis an im Vergleich zu den unabsehbar steigenden Milliardensummen für die Fertigstellung von Stuttgart 21. Es ist besser, jetzt noch die Notbremse zu ziehen als völlig ungebremst in die abschüssige Tiefbahnhof-Kostenfalle zu rasen. Mit einem Bruchteil der beim Ausstieg gesparten Milliarden kann unser guter alter Kopfbahnhof  schließlich deutlich leistungsfähiger gemacht werden als es der Tiefbahnhof je sein würde.

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