04.05.12 –
Zur gesunkenen Zahl gentechnisch verunreinigter Mais-Saatgutproben erklärt Harald Ebner, Sprecher für Agro-Gentechnik:
Die geringe Zahl von gentechnisch verunreinigten Saatgutproben zeigt, dass eine gentechnikfreie Landwirtschaft möglich ist und dass das Kontrollsystem der Bundesländer sehr gut funktioniert. Es gibt keinen Grund, vom absoluten Gen-Reinheitsgebot der EU beim Saatgut abzurücken. Denn das würde der schleichenden Verbreitung von Gentechnik Tür und Tor öffnen. Der von der Industrie geforderte "technische Schwellenwert" von 0,1 Prozent erlaubter Gentech-Verunreinigung bei Mais-Saatgut würde auf dem Acker rund hundert Gen-Pflanzen pro Hektar erlauben.
Die heutige Nachricht ist ein Erfolg für die gentechnikfreie Landwirtschaft und ein Signal an die Bundesregierung, das Nulltoleranz-Prinzip gegenüber Gentech-Verunreinigungen aufrechtzuerhalten. Die EU-Kommission plant aktuell, die Nulltoleranz für in der EU nicht zugelasse Gen-Pflanzen bei Lebensmitteln aufzuweichen. Für solche Pflanzen gibt es keinerlei Sicherheitsprüfung. Mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt wurden also überhaupt nicht untersucht. Agrarministerin Ilse Aigner muss jetzt dringend die Gentech-Nulltoleranz für Lebensmittel gegenüber der EU-Kommission verteidigen. Aigners Abstimmungsverhalten entscheidet letztendlich, ob Europas Verbraucherinnen und Verbraucher künftig ungeprüftes Gen-Food serviert bekommen.
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