10.05.13 –
Zur „Brüsseler Soja-Erklärung“ führender europäischer Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) erklärt Harald Ebner, Sprecher für Agrogentechnik
Die „Brüsseler Soja-Erklärung“ macht deutlich: Tierische Produkte, die auf Basis von Gen-Soja produziert werden, sind ein Auslaufmodell. Hinter der Erklärung stehen wichtige Unternehmen wie REWE, EDEKA, Kaiser’s Tengelmann, Netto, Lidl und tegut, die mit 120 Milliarden Euro nahezu die Hälfte des deutschen Handelsumsatzes repräsentieren.
Die Initiative beweist auch: Entgegen den Behauptungen der Futtermittelindustrie gibt es jetzt und auch in Zukunft die Möglichkeit, genügend gentechnikfreies Soja zu beziehen. Eine veränderte Nachfrage aus Europa zugunsten gentechnikfreier Futtermittel ist daher auch ein wichtiges Signal an die Produzenten in Südamerika, dass sich gentechnikfreie Produktion für sie auch ökonomisch rechnet.
Die Bundesregierung könnte Verbraucher, Landwirtschaft und Handel in ihrem Engagement für gentechnikfreie Lebensmittel ganz einfach unterstützen: durch eine aktive Bekanntmachung des Qualitätszeichens „ohne Gentechnik“. Doch Ministerin Aigner hat für das bereits 2008 vorgestellte Siegel jahrelang keinen Cent im Haushalt bereitgestellt. Auch eine konsequente Eiweißstrategie auf nationaler und europäischer Ebene zur Verringerung der Gensoja-Importe wird von Schwarz-Gelb blockiert.
Während der Handel konsequent auf den Verbraucherwillen reagiert, propagieren Union und FDP auf Bundesebene weiterhin die Gentechnik als „Zukunftstechnologie“. Dabei steigen in den Anbaugebieten von Gen-Mais und Gen-Soja seit Jahren die eingesetzten Pestizidmengen und die Kosten für Saatgut. Trotz horrender Entwicklungskosten gibt es bis heute keine Gen-Pflanzen mit höheren Erträgen oder Widerstandskraft gegen Trockenheit.
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