16.10.13 –
Der diesjährige Welternährungspreises wird unter anderem an hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Gentech-Konzerne Monsanto und Syngenta verliehen. Es stellt sich die Frage, ob die Jury tatsächlich auf die Lieblings-Mär der Gentechnik-Lobby hereingefallen ist, Gentechnik sei die Lösung für das Welternährungsproblem. Oder aber, ob die Preisvergabe an hochrangige Gentechnik-Forscherinnen und -forscher von Monsanto und Syngenta vielleicht doch in einem gewissen Zusammenhang mit der großzügigen finanziellen Unterstützung der Konzerne für die preisvergebende Stiftung steht.
Schließlich dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein, dass Agrogentechnik keine höheren Erträge bringt, sondern Kleinbauerinnen und Kleinbauern abhängig macht von teurem patentierten Saatgut und Pestiziden der Konzerne, was zu mehr statt weniger Armut und Hunger führt. Und weil mit dem Anbau von Gentech-Pflanzen die Zahl giftresistenter Unkräuter und Schädlinge steigt, wächst nachweislich auch der Pestizidverbrauch immer weiter.
Mit ihrer diesjährigen Entscheidung diskreditiert die Stiftung leider den bislang durchaus angesehenen Welternährungspreis, mit dem in der Vergangenheit etwa Persönlichkeiten wie Hans Herren, Preisträger des diesjährigen Alternativen Nobelpreises, ausgezeichnet wurden.
In Südamerika vergiften Pestizide aus Gen-Soja-Monokulturen Mensch und Umwelt und verdrängen auf riesigen Flächen Kleinbauern von ihrem Land – zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion. Die Verschuldungssituation indischer Baumwollbauern hat sich durch hohe Anbaukosten und schlechte Erträge der Gentech-Baumwolle dramatisch verschärft. Hinzu kommt, dass konventionelle Zuchtmethoden der Gentechnik beispielsweise bei der Züchtung trockenheits- oder salzresistenter Sorten weit überlegen und zudem um ein Vielfaches kostengünstiger sind.
Auch die Deutsche Welthungerhilfe sieht in Gentechnik keine Lösung. Expertinnen und Experten des Weltagrarberichtes, des TAB-Berichts des Deutschen Bundestages sowie der UN-Organisationen FAO und UNCTAD setzen bei der Hungerbekämpfung in Entwicklungsländern auf ökologische Anbaumethoden, die laut Studien enorme Ertragssteigerungen von 80 bis 100 Prozent bei der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ermöglichen.
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