
05.10.15 –
Von Jahr zu Jahr steigen die Umsätze der Pestizid-Hersteller und damit auch die ausgebrachten Pestizidmengen. Einen verbindlichen Pestizid-Reduktionsplan ist die Bundesregierung bisher schuldig geblieben, obwohl es schon eine ganze Reihe Ansätze gäbe, den Pestizidverbrauch zu reduzieren.
Fast ein Drittel der europäischen Gewässer sind aufgrund von Pestizidbelastung in keinem guten Zustand. Wir müssen uns also ernsthaft fragen, wie wir eine Trendwende zu weniger statt immer mehr Pestiziden hinbekommen und wer die Folgekosten der Pestizidrückstände tragen soll. Eine einzelne Maßnahme wird dafür nicht ausreichen.
In einem umfassenden Pestizidreduktionsprogramm könnte eine Pestizidabgabe, wie sie Robert Habeck jetzt in die Diskussion eingebracht hat, ein sinnvoller Baustein sein. Immerhin könnte sie die Kosten etwa für Wasseraufbereitung und Lebensmittelkontrolle gezielt auf die Verursacher umlegen. Und pestizidfrei erzeugte Lebensmittel wären konkurrenzfähiger. Ob eine solche Abgabe tatsächlich zu weniger Pestiziden auf den Äckern führen würde, muss noch weiter geprüft und mit allen Beteiligten diskutiert werden. Alle, die jetzt reflexartig und lautstark gegen eine Giftgebühr wettern, sollten sich stattdessen lieber mit eigenen konstruktiven Vorschlägen einbringen, wie der Pestizideinsatz heruntergefahren werden kann.
Denn eines ist klar: die bisherigen Ansätze wie der Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) und die Wasserrahmenrichtlinie reichen noch nicht aus, die Pestizidmenge auf unseren Feldern zu reduzieren.
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