Seit einiger Zeit versuchen die Agrar- und Saatgutkonzerne, Politik und VerbraucherInnen neue Gentechnik-Verfahren wie Crispr/Cas als heilsbringend und als angeblich "eigentlich gar keine Gentechnik" darzustellen. Wir Grünen haben uns in den vergangenen Jahren bereits intensiv mit diesen neuen Varianten der Gentechnik auseinandergesetzt, auf verschiedenen Ebenen darüber debattiert und Entschließungen dazu gefasst, was die Mindestanforderungen dafür sind.

Wir Grüne beschäftigen uns übrigens schon sehr lange intensiv, manchmal kontrovers und stets differenziert mit dem Thema Gentechnik. Der immer wieder erhobene Vorwurf, wir seien "wissenschaftsfeindlich" und würden Gentechnik pauschal und undifferenziert ablehnen, ist nachweislich falsch, wie dieser Fraktionsbeschluss "Eckpunkte für eine Gentechnikpolitik" aus dem Jahr 2001 zeigt.

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14.12.2018

Genetisches Kapital bedroht - Große Resonanz bei Film „Unser Saatgut – wir ernten, was wir säen“

Die Grünen Hohenlohe und Harald Ebner  luden zum mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Unser Saatgut – wir ernten, was wir säen“ in die Evangelische Heimvolkshochschule Hohebuch ein. Rund 80 Interessierte kamen. 94 Prozent des einstigen Sortenreichtums unseres Saatgutes sind bereits verloren – und damit die Grundlage unserer Ernährung bedroht. Zudem geht es in der Dokumentation um die Bedrohungen durch Gentechnologie, Pflanzengifte und Patente auf Saatgut wie um den weltweiten Kampf dagegen und mögliche Alternativen. An der anschließenden Diskussion war auch Prof. Roman Lenz vom Genbänkle beteiligt. Sein Netzwerk für Sortenretter und -erhalter der Nutzpflanzenvielfalt mit Schwerpunkt Baden-Württemberg setzt sich für einen besseren Zugang zu regionalem Saatgut und dessen Austausch ein. 

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27.10.2018

Das Wunder von Mals: Nerv getroffen mit Pestizid-Film

Der Grüne Ortsverband Schwäbisch Hall und der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner haben mit ihrer Filmveranstaltung „Das Wunder von Mals“ offenbar ein Thema gefunden, das viele umtreibt. Über 100 Menschen strömten in den Bioland-Gasthof Roter Ochsen in Wackershofen. Einige mussten vom Vorraum aus dem Film und der nachfolgenden Diskussion folgen, weil im Saal kein Platz mehr zu bekommen war. Der Dokumentarfilm begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner von Mals in Südtirol bei ihrem Widerstand gegen immer mehr Gift in ihrer Gemeinde. Bei einer Volksabstimmung hatten sich 76 Prozent der Malser für ein Verbot von Pestiziden auf ihrem Gemeindegebiet ausgesprochen. Seit Jahren expandieren um ihren Ort herum und im ganzen Vinschgau die Apfelplantagen, steigen die Menge und die Toxizität ausgebrachter Pestizide, was Natur, Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung sowie zunehmend auch die dortige Tourismusbranche beeinträchtigt.

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22.10.2018

Wasserversoger-Klage: Pestizid-Geheimniskrämerei beenden

Die Landeswasserversorgung Baden-Württemberg will wissen, welche Pestizide in Wasserschutzgebieten ausgebracht werden und klagt zu Recht auf Freigabe dieser Informationen. Mit der Pestizid-Geheimniskrämerei muss Schluss sein. Ich sehe keinen vernünftigen Grund, den Wasserversorgern diese Informationen vorzuenthalten. Genausowenig wie dem NABU. Wenn Wasserversorger und Naturschützer solche berechtigten Anliegen vortragen, darf man das nicht abbügeln, sondern muss es ernst nehmen und mit ihnen zusammenarbeiten. Pestizide gehören ohnehin nicht in Wasserschutzgebiete und Naturschutzgebiete. Auch generell müssen wir weg vom großflächigen Gifteinsatz als Standard auf den Äckern – nicht nur im Interesse unseres Trinkwassers! Es ist gut, dass es ein baden-württembergisches Pestizidreduktionsprogramm geben wird. Wenn es mit angemessenen Zielen ausgestattet ist und umgesetzt wird, kann Baden-Württemberg hier bundesweit vorangehen.

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15.10.2018

Modell mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierer

Unabhängige wissenschaftliche Studien in Argentinien zeigen: Pestizidrückstände finden sich im menschlichen Organismus, im Wasser und im Essen. Am 4. Oktober berichteten der argentinische Arzt Damián Verzenassi und der Jurist Juán Ignacio Pereyra Queles vor rund 60 Gästen im Schloss Kirchberg eindrücklich über die Folgen für die Bevölkerung und die Natur ihres Landes. Der Grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner, das Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe sowie die Akademie Schloss Kirchberg hatten zu dem Diskussionsabend eingeladen. Verzenassi und Pereyra haben zusammen mit Christiane Lüst von der Initiative Gen-Klage einen Parallelbericht zu dem von Argentinien vorgelegten vierten Bericht über die Einhaltung des internationalen Pakts für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte angefertigt. Pereyra ist überzeugt, dass der argentinische Staat gegen die Menschenrechte verstoße, indem er das Ausbringen hoher Pestizidmengen zulässt.

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28.09.2018

Regierungskoalition lässt Kleinbauern der Welt im Stich

Der Bundestag hat mit den Stimmen der Regierungskoalition aus Union und SPD sowie FDP und AfD unseren Antrag abgelehnt, die sogenannte "Kleinbauernerklärung" der Vereinten Nationen (UN) zu unterstützen. Damit stehen die Chancen schlecht, dass die EU dieser wichtigen Erklärung im UN-Menschenrechtsrat zustimmt. Es ist ein echtes Armutszeugnis für Deutschland, für diese Bundesregierung und die Fraktionen von Union und SPD, dass sie sich weigern, diese wichtige Erklärung für die grundlegenden Rechte von Kleinbäuerinnen und -bauern und anderen Menschen in ländlichen Regionen weltweit zu unterstützen.

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27.09.2018

Regierungskrise: Endlich wieder wichtige Themen anpacken!

Das politische GroKo-Theater um Hans-Georg Maaßen war in jeder Hinsicht unerträglich. Es ist unglaublich, wie man derart ohne jedes Gespür für Glaubwürdigkeit agieren kann. Selbstverständlich musste Maaßen seinen Posten räumen, aber doch nicht durch eine Abschiebung nach oben. Und es wäre schon viel früher notwendig gewesen, als er das Parlament im Fall Amri getäuscht hatte! Erschreckender als in der Causa Maaßen konnten die Koalitionäre nicht deutlich machen, dass sie jeden inneren Wertekompass verloren haben und nur noch angstvoll nach Tagesstimmung reagieren.

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17.09.2018

Zweiter Alternativer Grüner Volksfestauftakt in Crailsheim

Der Zweite Alternative Grüne Volksfestauftakt in Crailsheim lockte in diesem Jahr sehr viele Besucher*innen an. Toni Hofreiter, die bayrische Spitzenkandidatin zur Landtagswahl Katharina Schulze und der bayrische Landtagsabgeordnete aus dem Nachbarkreis Ansbach Martin Stümpfig waren der Einladung des Grünen Kreisverbandes Schwäbisch Hall gefolgt. Auf dem kleinen Volksfestplatz vor dem Jugendzentrum wurde mit Kritik an der Großen Koalition, an deren Streitereien und deren Versäumnis, wichtige Gesetze zu verabschieden, nicht gespart. 

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14.09.2018

Glyphosat: Wenn Politik nicht handelt, handelt der Handel

Wenn Politik nicht handelt, handelt der Handel. Dass Baumärkte jetzt Glyphosat komplett aus ihren Regalen verbannen, ist eine gute Nachricht. Und nebenbei auch ein Erfolg für Umweltverbände und uns Grüne, denn wir haben die großen Baumarkt-Ketten schon vor drei Jahren in Offenen Briefen darum gebeten, glyphosathaltige Produkte auszulisten.

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13.09.2018

Hambacher Wald selbst ist der Schatz, nicht die Kohle darunter

Heute begann die Räumung des Hambacher Waldes und der dortigen Baumhäuser. Am selben Tag startet Ministerin Klöckner ihre "Deutschen Waldtage 2018", bei der ausgerechnet eine Baumhaus-Übernachtung als Preis vergeben wurde. Es ist ein fatales Signal, gerade nach diesem Sommer, der uns allen die Auswirkungen der Klimakrise deutlich vor Augen geführt hat, einen jahrhundertealten – wenn auch ohnehin leider schon stark gerupften – Wald-Rest ausgerechnet der Kohle zu opfern. Denn so ein alter echter Mischwald steht für Zukunft und Klimaschutz. Rodung und Kohleabbau dagegen für rücksichtslose rückwärtsgewandte Zerstörung von Ökosystemen und Klima.

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10.09.2018

Finn Schwarz aus Bretzfeld nimmt an „Jugend und Parlament“ in Berlin teil

Vom 23. Bis 26. Juni besuchte Finn Schwarz im Rahmen des Planspiels „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages Berlin. Der Grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner hatte den Jurastudenten aus Bretzfeld für eine Teilnahme vorgeschlagen. Dieser schildert seine Eindrücke: „Es war interessant, einmal dort zu sein, wo die Macht in Deutschland sitzt und zu erleben, wie Entscheidungen getroffen und Gesetze gemacht werden. Mich interessieren besonders die Repräsentation unseres ländlichen Raumes und landwirtschaftlicher Themen in der Politik.“ Vier Tage lang war Finn Schwarz zusammen mit über 300 jungen Menschen aus ganz Deutschland in die Rolle eines fiktiven Abgeordneten geschlüpft und abwechselnd im Bundestagsgebäude und im benachbarten Paul-Löbe-Haus unterwegs, um im Rahmen des Planspiels an dessen Sitzungen und Debatten teilzunehmen. Ein Szenario dabei war eine Gesetzesvorlage für ein Pfandsystem für Einwegbecher, die er in das Jugendparlament einbrachte. „Demokratie lebt vom Austausch, habe ich erfahren. Der Beruf des Abgeordneten ist sehr abwechslungsreich, aber auch arbeitsintensiv“, resümiert Finn Schwarz. Er sieht gute Möglichkeiten und zugleich die Notwendigkeit, sich zu engagieren, zum Beispiel in der Kommunalpolitik, aber auch in vielen anderen Bereichen.

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