Statement: Harald Ebner zur Corona-Krise


Erneute Nominierung

Biotechnologie: Neue Methode ermöglicht Nachweis moderner Gentechnik

BERLIN (mit AFP) - Gentechnik in Lebensmitteln stößt bei vielen Bundesbürgern auf große Skepsis - Forscher haben jetzt eine neue Nachweismethode vorgestellt, die den Schutz der Verbraucher erhöhen soll. Die Behörden hätten damit nun die Möglichkeit, «nicht zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen auch tatsächlich als solche zu identifizieren», erklärte Alexander Hissting, Geschäftsführer des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte im Juli 2018 klargestellt, dass auch Produkte aus den Verfahren der neuen Gentechnik unter die Bestimmungen des EU-Gentechnikrechts fallen. Auch der Grünen-Agrarexperte Harald Ebner begrüßte das neue Verfahren, warf der Bundesregierung aber zugleich Versäumnisse vor. Es sei «ein Armutszeugnis» für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und die EU-Kommission, dass sie ihrerseits «dieses dringend benötigte Nachweisverfahren zwei Jahre nach dem EuGH-Urteil nicht zustande gebracht haben», erklärte Ebner in Berlin. Die Verbraucher in Deutschland stehen Gentechnik in Lebensmitteln mehrheitlich kritisch gegenüber: Der Mitte August vorgestellten Naturbewusstseinsstudie 2019 zufolge sprachen sich 81 Prozent für ein Verbot von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft aus. Die Nachweismethode, die von Forschern rund um John Fagan vom Health Research Institute im US-Bundesstaat Iowa entwickelt wurde, kann laut der veröffentlichten Studie der Wissenschaftler genveränderten Herbizid-toleranten Raps nachweisen, der von der US-Firma Cibus entwickelt wurde und vor allem in Kanada und den USA angebaut wird. WEITERE INFOS:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200907_OTS0001/weltweit-erstes-open-source-nachweisverfahren-fuer-pflanze-aus-neuer-gentechnik-entwickelt

 

 

 

Seit einiger Zeit versuchen die Agrar- und Saatgutkonzerne, Politik und VerbraucherInnen neue Gentechnik-Verfahren wie Crispr/Cas als heilsbringend und als angeblich "eigentlich gar keine Gentechnik" darzustellen. Wir Grünen haben uns in den vergangenen Jahren bereits intensiv mit diesen neuen Varianten der Gentechnik auseinandergesetzt, auf verschiedenen Ebenen darüber debattiert und Entschließungen dazu gefasst, was die Mindestanforderungen dafür sind.

Wir Grüne beschäftigen uns übrigens schon sehr lange intensiv, manchmal kontrovers und stets differenziert mit dem Thema Gentechnik. Der immer wieder erhobene Vorwurf, wir seien "wissenschaftsfeindlich" und würden Gentechnik pauschal und undifferenziert ablehnen, ist nachweislich falsch, wie dieser Fraktionsbeschluss "Eckpunkte für eine Gentechnikpolitik" aus dem Jahr 2001 zeigt.

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Das Gymnasium Gerabronn ist nun ausgezeichnete „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Titel markiert den Anfang einer selbstverpflichtenden Präventionsarbeit gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt – Harald Ebner ist Pate des Projekts. MEHR mit Klick aufs Foto

23.10.2020

Grüne fordern unbürokratische Regelung für Weiterbetrieb alter Solarstromanlagen

Solarstromanlagen, die bis zum Jahr 2000 in Betrieb gingen und über das Erneuerbare-Energien-Gesetz finanziert wurden, stehen ab Januar 2021 vor einer ungewissen Zukunft. Dann endet das Recht, 20 Jahre lang sauberen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen und dafür eine Vergütung zu erhalten. 

Die Bundesregierung hat das Problem bisher auf die lange Bank geschoben. In den nächsten fünf Jahren könnten allein 176.000 kleine Solardächer für die Energiewende verloren gehen. Als Grüne setzen wir uns für die Interessen dieser Energiewendepionier*innen ein und haben als bisher einzige Fraktion im Bundestag einen umfänglichen Vorschlag für Pionieranlagen vorgelegt. Hierzu habe ich mich in Schwäbisch Hall gemeinsam mit unserer Landtagsabgeordneten Jutta Niemann und einigen "Solarpionieren der ersten Stunde" ausgetauscht. Anlagen, die älter sind als 20 Jahre, müssen unbürokratisch in der Stromerzeugung und am Netz gehalten werden. 

Antrag: dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/191/1919140.pdf

 

 

22.10.2020

Grüne in Hohenlohe: „Schienenstrecken reaktivieren“

Nach einer Drei-Ebenen-Klausur soll es neuen Schub für die Schienenstrecken geben. Einen ganzen Nachmittag nahmen sich die Grünen aus den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe Zeit, um sich dem Schienenverkehr in der Region zu widmen. Mit dabei Vertreter*innen der drei wichtigen Entscheidungsebenen: Bund, Land und Kommunen.

Seit 2012 haben die Grünen vor Ort neben der Murrbahn und der S-Bahnverbindung nach Nürnberg ganz konkret auch die regionalen Strecken im Visier. Es gehe im Zusammenhang mit der Klimakrise um den Durchbruch einer „Verkehrswende hin zu nachhaltiger Mobilität“, meinten MdB Harald Ebner und MdL Jutta Niemann. Nachdem das Land seit 2018 die Reaktivierungsmöglichkeiten stillgelegter Schienenstrecken intensiv untersucht, sind auch die hiesigen früheren Bahnlinien im Fokus und aktuell wieder nachgefragt. Im Moment sei man auf der Zielgeraden, so Niemann, denn am 3. November sollen die Ergebnisse des Reaktivierungs-Rankings von Verkehrsminister Hermann vorgestellt werden. „Von den eingereichten 41 Strecken sollen deutlich mehr als 15 wieder in Betrieb genommen werden. Es ist in unserem Interesse, dass die Region Schwäbisch Hall Hohenlohe dabei sein wird und ein besonderes Augenmerk auch auf den ländlichen Raum gelegt wird“, betont Niemann, Wahlkreisabgeordnete aus Schwäbisch Hall.

Hohenlohebahn

„Es ist an der Zeit, die Fehler früherer Bundesregierungen zu korrigieren und das Versprechen einzulösen, die Schiene zu stärken. Dafür setzt sich grüne Verkehrspolitik seit Jahren ein.“ so Niemann unisono mit Cathie Kern aus dem Hohenlohekreis. Das Land hat – auch mit Unterstützung des grünen Bundestagsabgeordneten Ebner, seinerzeit stellv. Mitglied im Verkehrsausschuss – dafür gesorgt, dass die schon lange überfällige Elektrifizierung der Hohenlohebahn von Hall bis Heilbronn mittlerweile im „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans steht. „Dieser wichtige Lückenschluss im Bahnnetz ist das Rückgrat jeder weiteren Entwicklung von Schienenprojekten in der Region und Voraussetzung dafür, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.“ Das Land unterstütze diese Anstrengungen, so die beiden.

Kochertalbahn

„Die seinerzeit sang- und klanglose Stilllegung und hurtige Entwidmung der Kochertalbahn über Künzelsau nach Heilbronn war ein schwerwiegender Fehler mit Folgen – bejubelt von den Straßen-fans. Heute ist die Zeit, das endlich wieder zu korrigieren.“ – so Grünen-MdB Harald Ebner. Leider sei die Strecke entwidmet, die Gleise abgebaut und das Investitionsvolumen daher immens. Ebner hält deshalb eine abgestufte Vorgehensweise mit Entwicklungsperspektive für erfolgversprechend. Perspektivisch müsse der Personenverkehr (SPNV) möglichst viele Ortschaften entlang der Strecke im Kochertal anbinden und auch Güterverkehr mitgedacht werden, um die Strecke wirtschaftlich betreiben zu können. Für eine erste Ausbaustufe des Personenverkehrs bis Künzelsau schlägt Ebner den Einsatz rein batterieelektrisch betriebener Fahrzeuge vor. „Dadurch lassen sich die Investitionskosten in die Infrastruktur beträchtlich senken. Damit kann das Projekt die echte Machbarkeitsschwelle besser überschreiten“, so Ebner.

Nebenbahn Blaufelden – Langenburg

Zum Thema Nebenbahn hatten die Grünen Mandatsträger*innen auch einen Vertreter des Ver-eins zur Reaktivierung eingeladen. Er arbeitet seit nahezu 10 Jahren an einem Reaktivierungsplan. „Der Einstieg in ein touristisch erfolgreiches Konzept, das schon lange vorliegt, muss über einen deutlichen Landeszuschuss zur Reaktivierung erfolgen“, forderte Grünen-Kreisrat Hans-Joachim Feuchter. Dieser Einstieg müsse so beschaffen sein, dass es den Anliegergemeinden bis nach Schrozberg und dem Landkreis leicht falle, einen Anteil an den verbleibenden Investitionskosten zu übernehmen. Die Betriebskosten für Ausflugs-Fahrten an Wochenenden und attraktiven Tagestourismus im Sommerhalbjahr inkl. Busverbindung für Radfahrer*innen zum Kocher-Jagst-Radweg könne der Verein selbst stemmen, versicherte dazu Vereinsvertreter Marc Müller. Dazu gebe es viele tolle Ideen, die am Start seien und nur auf ihre Verwirklichung warteten.

16.10.2020

Besonderer Informationsbedarf bei Netzbooster

Die Grünen im Bundestag sehen bei der neuartigen Technologie, die beim Netzbooster in Kupferzell zum Einsatz kommen soll, besonderen Informationsbedarf. Deshalb hat die Fraktion im Wirtschaftsausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Thema Bundesbedarfsplanungsgesetz durchgesetzt.

Harald Ebner: „Die Grünen setzen beim Stromnetz auf Transparenz und Bürgerbeteiligung. Die Speichertechnologie ist zwar schon länger bekannt, der Einsatz als Netzbooster wird in Kupferzell allerdings erstmalig in Europa getestet.“ Die Fraktionen werden im Bundestag in den von der Bundesnetzagentur geprüften Netzentwicklungsplänen über derartige Vorhaben regelmäßig informiert und erhalten die Möglichkeit Stellung zu beziehen. „Das haben wir als Gelegenheit genutzt, in einer Öffentlichen Anhörung den besonderen Informationsbedarf zu decken und dort dem Anspruch auf Transparenz und Partizipation Rechnung zu tragen“, so Ebner. Die grüne Landtagsabgeordnete Jutta Niemann stimmt zu: "Die Energiewende braucht die Unterstützung und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Dafür ist maximale Transparenz und Öffentlichkeit gerade bei der Planung neuartiger Infrastrukturen notwendig. Deshalb begrüße ich die öffentliche Anhörung im Bundestag."

14.10.2020

Gemeindebesuch in Blaufelden: Gespräch mit Bürgermeisterin Petra Weber und Vor-Ortbesuche

Bei seinem Gemeindebesuch in Blaufelden informierte sich der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner (Bündnis 90/ Die Grünen) im Rathaus bei Bürgermeisterin Petra Weber unter anderem über die Biotopvernetzung auf der Gemeindegemarkung. Hierfür ist eine Bewerbung als Pilotprojekt beim Regierungspräsidium in Prüfung. Der Bürgermeisterin ist es wichtig, dass dabei "Klima- und Artenschutz mit den Belangen der Landwirtschaft zusammengebracht werden ". Weitere Themen des Gesprächs waren die Digitalisierung an Schulen, Verkehrslärm, die Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr.

Harald Ebner zur Bedeutung einer Reaktivierung der Nebenbahnstrecke Blaufelden-Langenburg: "In der Tourismusregion Schwäbisch Hall-Hohenlohe würde auch Blaufelden von einer verbesserten Vernetzung profitieren." Anschließend wurde das fertiggestellte Dorfzentrum in Wiesenbach besichtigt. Der Besuch endete bei der Firma Rieger-Hofmann Wildblumensamen, die bundesweit regionale Wildpflanzen als Saatgut sowie entsprechende Mischungen erzeugt und somit einen wichtigen Beitrag für intakte Ökosysteme leistet. Ebner: „Ich bin immer wieder beeindruckt. Es vergeht nicht ein Besuch, bei dem Familie Rieger nicht eine neue Tüftelei zur Verbesserung der Saatgutreinigung vorstellt. Dies ist Weltklasse, was hier in Raboldshausen gemacht wird.“

05.10.2020

Endlagersuche: Kein Vabanque-Spiel mit der Zukunft unserer Kinder!

Zur Veröffentlichung des „Zwischenberichts Teilgebiete“ durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung am 28. September 2020 erklären Harald Ebner (MdB BÜNDNIS 90/GRÜNE Schwäbisch Hall/Hohenlohe) und Jutta Niemann (MdL BÜNDNIS 90/GRÜNE Schwäbisch Hall)...

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01.10.2020

"Wir begleiten das Projekt Netzbooster eng!"

Das Thema Netzbooster in Kupferzell beschäftigt die beiden grünen Abgeordneten in der Region, Jutta Niemann, MdL und Harald Ebner, MdB, gerade stark. "Wir begleiten das Projekt eng und sind in vielen Gesprächen mit den verschiedenen Beteiligten.

Bei zwei Treffen mit den Abgeordneten konnten die Vertreter*innen der Interessensgemeinschaft "Ein Herz für Hohenlohe" ihre Bedenken und Sorgen zum Projekt artikulieren. Dabei war auch Catherine Kern, die grüne Landtagskandidatin für den Hohenlohekreis eingebunden. Um darüber weiter in einen Austausch zu kommen organisierten die beiden Abgeordneten ein digitales Gespräch mit dem Betreiber Transnet und dem Büro der Sprecherin für Energiewirtschaft der Fraktion im Bundestag, Ingrid Nestle. Zudem konnten auf ihre Initiative hin Vertreter*innen der BI Ingrid Nestle auch persönlich in Stuttgart treffen. "Wir sind auch in Kontakt mit Transnet als durchführendem Unternehmen oder mit dem Bürgermeister vor Ort," berichtet Jutta Niemann.

Ein transparentes Verfahren in der Planung für den Netzbooster und eine Beteiligung der Bürger*innen ist den beiden ein zentrales Anliegen. Momentan wird das Verfahren auf Anfrage der Gemeinde Kupferzell vom "Forum Energiedialog" begleitet, eine vom Land geförderten Einrichtung, die neutral moderieren und informieren soll. „Ich halte es für richtig, künftig öffentlich zu tagen, so dass das gesamte Verfahren trans-parent ist und dadurch die Öffentlichkeit gut und zeitnah informiert wird,“ so Jutta Niemann. Inhaltlich sind die beiden überzeugt: "Die Energiewende braucht neue Technologien und Elemente zur Netzstabilisierung, schließlich soll die Stromversorgung ja weiterhin die gewünschte und gewohnte Qualität haben."

Jutta Niemann als energiepolitische Sprecherin für die grüne Landtagsfraktion unterstreicht: "Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir im relativ stromarmen Baden-Württemberg neuartige Infra-strukturen. Der Netzbooster kann sinnvoll sein, um das Netz besser auslasten zu können. So könnten eine zusätzliche Stromleitung und auch weitere Flächeninanspruchnahme verhindert ebenso wie Kosten gespart werden". Vom Grundsatz her sei es eine bekannte und ungefährliche Technik. "Wir erwarten, dass gesundheitliche und Sicherheitsaspekte besonders berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für ein gutes Brandschutzkonzept sowie das Thema der Abstandsregeln zu Wohnbebauung." betont Harald Ebner.

14.09.2020

Antikriegstag 2020 in Schwäbisch Hall

Auch in diesem Jahr hat wieder ein breites Bündnis von Initiativen, Vereinen sowie der Grünen und der Linken Partei in Schwäbisch Hall anlässlich des Antikriegstages am 17. September für Frieden und Abrüstung demonstriert. An meiner Seite liefen im Menschenzug Vertreter*innen des Grünen Schwäbisch Haller Ortsverbandes, der Grünen Jugend, sowie unsere Landtagsabgeordnete Jutta Niemann vom Haller Milchmarkt bis vor das Globe-Theater, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

Hauptforderungen waren Rüstungsexportstopp, Atomwaffenverbot sowie weltweiter konsequenter Klima- und Gesundheitsschutz. Die Klimakrise als eine hauptsächliche Verursacherin von Fluchtbewegungen und Kriegen gilt es mit höchster Kraftanstrengung einzudämmen. Abrüstung muss ein Grundpfeiler deutscher Außenpolitik im Dienste des Friedens sein. Mehr Frieden und Sicherheit für alle – dafür brauchen wir weniger Rüstung und mehr vertrauensbildende Rüstungskontrolle.

20.08.2020

Harald Ebner besucht Langenburg

Bei einem Besuch im Langenburger Rathaus tauschten sich Harald Ebner und Bürgermeister Wolfgang Class zu aktuellen Themen der Stadt aus. So interessierte sich Ebner besonders für die durch Corona bedingten Belastungen der Stadt. "Hier schlägt vor allem das Freibad zu Buche, das zum einen durch die Beschränkungen der Besucherzahlen weniger Einnahmen generiert und zum anderen höhere Ausgaben durch erhöhte Hygienemaßnahmen hat", erläutert der Bürgermeister. Der neu gebaute Kindergarten und das gute Konzept an der Grundschule, beide mit Ganztagsangebot, ziehe deutlich spürbar junge Familien in die Stadt. Für eine Unterstützung der weiteren Stadtentwicklung will die Stadt ELR-Schwerpunktgemeinde werden. Die einst stark umstrittenen Windkraftanlagen im Windpark Langenburg seien mehr und mehr auf Akzeptanz gestoßen. Hierbei seien die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung und die nicht unerhebliche Ausschüttung der Erträge aus der Stiftung des Windparks von Bedeutung. Diese können für gemeinnützige Projekte genutzt werden.

Der umstrittene Neubau eines Schweinestalls in Nesselbach für 8000 Schweine war ein weiteres Thema. "Bei solchen Investitionen müsse man genau überlegen, wie zeitgemäß sie sind", so Ebner. "Die bundesweit anzustrebenden Veränderungen bei der Nutztierhaltung werden die Koordinaten zugunsten des Tierschutzes verschieben. Industrielle Massentierhaltung passt nicht in die Zeit."

Im Anschluss besuchte der Abgeordnete die Firma Farmbau Fertigsysteme GmbH mit Sitz in Langenburg. Hier präsentierte Geschäftsführer Tobias Knülle die verschiedenen Firmenteile und die dazugehörigen Angebote und Produkte. Aus dem Stall- und Gülle- Behälterbau stammend, entwickelte sich neben der ebenfalls zum Firmenkomplex gehörenden Wellnessanlage Mawell Resort eine Innovation von Betriebsgründer Wolfgang Maier zum Verkaufshit. "Wir kommen kaum hinterher, die Nachfrage zu bedienen", sagt Geschäftsführer Knülle, so beliebt seien die Vollholz-Fertigbauelemente im praktischen "luxus-Containerformat". Mehrere Gemeinden sind dem Beispiel Langenburgs gefolgt und haben sich Kindergärten kostengünstig und gemütlich im Vollholzdesign bauen lassen. "Holzbau ist die Bauweise der Zukunft, da ist es gut, wenn sich regionale Ideen durchsetzen können", so Ebner. Am besten, so der Sprecher für Waldpolitik der Grünen Bundestagsfraktion, solle das Holz dafür aus FSC-zertifizierten Wäldern kommen."

14.08.2020

Klimaschonendes Bauen aus Laubholz funktioniert im Industriebau

Den Vorschlag seines Grünen Bundestagskollegen Harald Ebner, an einer Führung durch die neue Fertigungshalle der SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH in Waldenburg teilzunehmen, nahm Chris Kühn, baupolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, gerne an. Schließlich bemühen sich beide Abgeordneten seit Jahren, den Holzbau auf Bundesebene endlich zu einer Kernaufgabe zu machen.

Hierfür setzen sie sich unter anderem für eine nationale Holzbaustrategie nach skandinavischem Modell ein. Kreisrätin Catherine Kern und Kreisrat Martin Braun nahmen ebenfalls an der Führung teil. Die neue Halle mit ihrem weltweit größten Dachtragwerk aus Baubuche wurde erst im Frühjahr 2020 fertig gestellt. "Die SWG zeigt uns, wie die Zukunft des Bauens mit Laubholz aussieht", so Chris Kühn beeindruckt. "Holzbau ist nicht nur klima- und ressourcenschonend, sondern hat auch eine große architektonische Leistungsfähigkeit.“ Harald Ebner: "Hier sehen wir, dass Bauen mit Laubholz auch im Industriebau funktioniert. Weil unsere Wälder durch die Klimakrise einen starken Umbau zu mehr Durchmischung, zu mehr Laubholz benötigen, ist das sehr innovativ. Es ist gut, dass Baden-Württemberg schon zu Zeiten von grün-rot seine Landesbauordnung novelliert und holzbaufreundlicher gestaltet hat.“ Die baden-würrtembergische Landesbauordnung wird bundesweit als vorbildlich gepriesen. Sie solle nach Meinung beider Politiker auch in anderen Ländern Schule machen. Zusammen mit der Bw-Holzbauoffensive bringe das den Holzbau merklich voran, stabilisiere Holzpreise und bringe Holz in klimafreundliche Langzeitnutzung.

Armin Bauer von SWG erläuterte die technischen Details und die damit verbundene Herausforderungen bei der Umsetzung des 12 800 Quadratmeter umfassenden und fünfschiffig angelegten Baus mit präzise ausgetüftelten Tragwerksverbindungen. Diese sind in der Lage, tonnenschwere Lasten aufnehmen. Zimmermannsmäßige Verbindungen, welche es schon seit Jahrhunderten gibt, wurden dem hochleistungsfähigen Baustoff der Baubuche angepasst. Realisiert hat das Tragwerk das SWG-eigene Ingenieurbüro SWG Engineering. "Baubuche ist ein neuer Baustoff mit neuen technischen Eigenschaften und Parametern, erklärt Bauer. Die SWG wolle als "Leuchtturmprojekt" den Holzbau und Ingenieurholzbau in Zukunft hier am Standort Waldenburg präsentieren, durch Führungen, Ausstellungen, Fort- und Weiterbildung sowie Veranstaltungen. Man müsse in entsprechend qualifizierten Nachwuchs investieren, so Bauer.

Chris Kühn: "Mutige Unternehmen, die solche Projekte umsetzen, braucht es mehr in Deutschland und es wird Zeit, dass die Bundesregierung das Potenzial des Werkstoffes Holz endlich erkennt." Harald Ebner freut sich, dass es mit dem Erweiterungsbau der SWG nun ein gelungenes Beispiel für umweltfreundliches Bauen in der Region gibt: "Wenn die Fichte sich aus unseren Wäldern verabschiedet, brauchen wir die Buche als Bauholz. Es ist gut, dass gerade hier im Hohenlohischen gezeigt wird, dass das geht.“

14.08.2020

Gemeindebesuch in Mainhardt: Harald Ebner informiert sich über Situation in der Pflege

Im Rahmen seines Besuchs in der Gemeinde Mainhardt besuchte Harald Ebner gemeinsam mit Bürgermeister Damian Komor das Pflegeheim Lindenhof. Geschäftsführung und Mitarbeiter der Einrichtung berichteten, dass man Corona habe bis dato gut überstanden habe, vor allem wegen der sehr früh ergriffenen Maßnahmen und der Unterstützung durch das Personal sowie Bürgerinnen und Bürger. Unabhängig von Corona kämpft aber auch der Lindenhof mit den Problemen der gesamten Pflegebranche in Deutschland.

So seien vor allem die Verfügbarkeit von Pflegefachkräften und die bürokratischen Hürden bei der Anwerbung von Personal im Ausland problematisch. Harald Ebner erkundigte sich nach konkreten Verbesserungsvorschlägen, um diese mit nach Berlin zu nehmen. Harald Ebner: "Es ist immer wichtig zu erfahren, was die Menschen vor Ort wirklich brauchen." Im anschließenden Gespräch mit Damian Komor tauschten sich beide über finanzielle Belastungen, der Gemeinde in Coronazeiten aus. Auch der „an manchen Tagen fast unerträgliche Motorradlärm“, so Komor, und der dringende Breitbandausbau, vor allem in den Teilorten, wurden thematisiert. Abschließend bot der Abgeordnete eine Sprechstunde für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde an.

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