
Das Bundesamt für Naturschutz hat seinen Agrarreport vorgestellt. Um die biologische Vielfalt ist es demnach schlecht bestellt in unseren Agrarlandschaften. Vögel, Bienen und andere Insekten, aber auch die meisten Ackerwildkräuter können dort kaum noch überleben, ihre Bestände gehen dramatisch zurück. Ursache sind unter anderem Pestizideinsatz und Monokulturen. Die Agrarwirtschaft sägt an dem Ast, auf dem sie selber sitzt, wenn sie ihre eigenen Produktionsgrundlagen weiter derart kurzsichtig zerstört.
Es ist gut, dass mit dem Bundesamt für Naturschutz jetzt auch eine Bundesbehörde die Ursachen erkennt und benennt, dass wir eine „grundlegende Neuausrichtung“ der Agrarpolitik brauchen. Das unterstützt unsere Forderung nach einer Agrarwende.
Mehrere Anträge von Bündnis 90/Die Grünen in der „Pestizid“-Bundestagsdebatte am Donnerstag zeigen Auswege aus der Sackgasse Pestizide auf und fordern ein Verbot von Bienenkillern und Glyphosat. Agrarminister Schmidt darf die gravierenden Probleme nicht länger ignorieren. Eine Weiter-so-Politik ist keine Option.
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