
Anlässlich der Verleihung des Förderpreises Ökologischer Landbau an den Baden-Württemberger Thomas Radetzki von Mellifera e.V., Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung, erklärt Harald Ebner, Sprecher für Agrogentechnik:
Wirgratulieren Thomas Radetzki sehr herzlich zu dieser hochverdienten Auszeichnung. Seit vielen Jahren engagiert er sich für eine bienenfreundlichere Landwirtschaft und für den Schutz der Imkerei vor Gefährdungen durch Pestizide und Agrogentechnik. Das ist gleichzeitig ein Einsatz für eine gesunde Umwelt und funktionierende Ökosysteme. Wie wichtig diese Arbeit ist, belegen aktuelle Studien von EU-Institutionen, die vor Risiken durch die extrem bienengiftigen Neonicotinoide warnen. Es ist auch wesentlich ein Verdienst von Thomas Radetzki, dass der Europäische Gerichtshof in seinem "Honig-Urteil" die Schutzinteressen der Imkerei vor Verunreinigungen durch Agro-Gentechnik grundsätzlich anerkannt hat.
Die Jury hat mit ihrer Entscheidung daher auch ein Zeichen dafür gesetzt und einen Auftrag an die Politik gerichtet, dass die Schutzinteressen der Bienen und der Imkerei umfassend und wirksam im politischen Handeln berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen ein Moratorium für Neonicotinoide, die Unterstützung für ein Greening der EU-Agrarpolitik für mehr Blütenreichtum in der Landwirtschaft und konkrete Schutzregelungen für Imkerei, damit Honig auch im ungewünschten Fall eines kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen nicht durch deren Pollen verunreinigt wird.
Wir hoffen, dass Ministerin Aigner und die Bundesregierung den Anliegen von Thomas Radetzki nicht nur heute bei dieser Preisverleihung Aufmerksamkeit schenkt, sondern sich deutlich konkreter als bisher um die Probleme der Imkerei, wie das zunehmende Bienensterben, kümmert.
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